Öffnungszeiten während der Feiertage

Öffnungszeiten:

Unsere Niederlassungen Faid & Wittlich haben für Sie an Silvester und Heilig Abend von 8-12 Uhr geöffnet.
Die anderen Niederlassungen bleiben am 24. & 31.12.2018 geschlossen.

Bitte beachten Sie dass unser Stahlhandel in Brauheck vom 20.12.2018 - 01.01.2019 geschlossen ist.

An folgendenen Tagen finden Inventuren bei uns statt und die Niederlassungen bleiben daher geschlossen:

  • 21.12.2018: Zell
  • 11.01.2019: Traben-Trarbach, Kirchberg
  • 12.01.2019: Faid, Daun

Zu den Erfolgreichen zählen

Wir suchen Verstärkung in verschiedenen Bereichen und Niederlassungen.

Werde Teil eines Teams dessen Leidenschaft man in der Qualität der Produkte und seiner Arbeit Tag für Tag zu spüren bekommt. Wir freuen uns auf weitere Teamplayer die dieses Gefühl mit uns teilen möchten.

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Aktuelle News aus der Baubranche

Wohnungseigentumskauf – rechtliche Hinweise

  • Mein Haus

- Während in den Metropolen Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf und Frankfurt die Preise für die Mieten kontinuierlich in die Höhe schießen, nehmen dies bundesweit immer mehr Menschen zum Anlass, eine Eigentumswohnung zu kaufen. Sie kann einerseits sowohl selbst genutzt werden oder lässt sich weitervermieten.

Bild: Colourbox

Vor allem kann sie als Kapitalanlage dienen oder dank stetigen Einnahmen durch Miete als eigene Altersvorsorge. Vor der Entscheidung des Erwerbs von Wohnungs-,Eigentum sollte in jedem Falle zur Wahl, Ausgestaltung und Prüfung der rechtlichen Belange ein Anwalt/eine Anwältin beauftragt werden, die Sie gemeinsam auf diesem Weg unterstützt und professionell vertritt.

Im Folgenden sollen daher nur Vorabinformationen für den Erwerberinteressenten/die Erwerberinteressentin zur Verfügung gestellt werden, die jedoch in keinem Umfang die Beratung und Vertretung durch den Anwalt/die Anwältin ersetzen kann:

Zunächst muss zwingend die Immobilienfinanzierung der Eigentumswohnung geklärt werden. Nur selten dürfte das gewünschte Eigenheim bereits durch 100 % Eigenkapital zu finanzieren sein. Somit bleibt meist die Immobilienfinanzierung in Form eines Ratenkredites. Diese Kriterien prüfen Sie vorab in Rücksprache und ausführlicher Beratung durch Ihre Bank. (u. a. Annuitätendarlehen, Absicherung über Bausparvertrag, Lebensversicherungen etc.)

Wichtig ist in jedem Fall, dass ca. 20 % der Kaufsumme in Form von Eigenkapital eingebracht werden können. Sollte der komplette Betrag als Darlehen beim Finanzinstitut aufgenommen werden, kann dies ggf. zu Schwierigkeiten mit der Genehmigung kommen. In jedem Fall überprüft die Bank bei Eingang des Kreditantrages zum Kauf einer Eigentumswohnung die Immobilie und fertigt ihre eigene Immobilienbewertung an.

Des Weiteren muss entsprechend ein geeignetes Objekt gefunden werden. Dabei steht im Zentrum der Auswahl die Frage nach der Nutzung der Immobilie. So werden beispielsweise an die Wohnung für die studierende Tochter andere Ansprüche gestellt als an eine Wohnung, die für die gesamte Familie ein neues Heim sein soll. Durch einen Vergleich (je nach Wahl des Gebietes und des Umlandes) mit anderen Wohnungen kann zudem der Kaufpreis besser abgeschätzt werden. Sofern die Finanzierung geklärt ist und eine geeignete Immobilie gefunden wurde, erfolgt ein detaillierter Blick auf das Objekt. Es wird aus Praxiserfahrung dringend empfohlen, einen geprüften Sachverständigen zurate zu ziehen, der die erforderliche Expertise durch Sachkunde ausweist.

Grundsätzlich wird zwischen gebrauchten und neuen Wohnungen unterschieden. Letztere bestehen zum Zeitpunkt des Kaufs nur „auf dem Papier“, weshalb der Interessent sich von der Seriosität des Bauträgers überzeugen sollte. Bei Bestandswohnungen ist der Zustand der genau zu begutachten und zu dokumentieren. Fragen nach dem Denkmalschutz und einer Kernsanierung sind ebenso angebracht wie eine Begutachtung des sozialen Umfeldes. Zudem sollte gecheckt werden, was zeitnah zu renovieren ist.

Ganz gleich ob Maisonette, Loft oder konservativ geschnittenes Appartement: Die Lage ist bei Immobilien immer noch das entscheidende Kriterium. Insbesondere Punkte wie Nahverkehrsanbindungen, Einkaufsmöglichkeiten, Straßen, Schulen und Aussicht sind beachtenswert.

Darüber hinaus ist stets zu bedenken, dass für Eigentumswohnungen nicht nur der Kaufpreis und die Steuern für den Kaufpreis entrichtet werden, sondern auch regelmäßig Nebenkostenhinzukommen. Dies sind etwa die Betriebskosten: Wasser, Müllentsorgung, Hausstrom, Versicherungen (außer die Hausratversicherung), Hausmeisterentgelt, Grundsteuer, Gartenpflege, Treppenhaus, Heizkosten, Kontogebühren, Verwaltungskosten. Zu den sogenannten Instandhaltungskosten gehören bspw.: Etwaige Ausbesserungen an Fassade, Dach, Treppenhaus, Leitungen, Elektrik; der Wirtschaftsplan der vergangenen 5 Jahre gibt hier erste Hinweise.

Im Rahmen des Rücklagefonds sollte von dem Erwerber/der Erwerberin auch nach der Höhe der Rücklagen gefragt werden und welche Investitionen in den kommenden Jahren anstehen bzw. voraussichtlich getätigt werden. Ferner sollten mögliche Sonderzahlungen beachtet werden, was unter Umständen in die Preisverhandlung mit dem Wohnungseigentümer einfließen kann.
Wichtig um Rahmen der Vorlage oder der Erstellung eines entsprechenden Wohnungseigentumskaufvertrages sind die Regelungen zur Gemeinschaftsordnung, Sondernutzungsrechte und Teilungserklärung.

Welche Rechte und Pflichten der Eigentümer hat, ist in der Gemeinschaftsordnung fixiert. In der Teilungserklärung erfahren die Kaufinteressenten, wie sich die eigentumsmäßige Wohnanlagenaufteilung gestaltet. Des Weiteren kann es Sondernutzungsrechte geben, die sich auf Pkw-Stellplätze oder Gartenflächen beziehen. Diese Räume bzw. Flächen verbleiben selbstverständlich im gemeinschaftlichen Eigentum. In den Protokollen der letzten Eigentümerversammlungen erfährt der/die Kaufinteressent/in viel über bereits vollzogene Renovierungs- und Reparaturmaßnahmen am Haus sowie den geplanten Maßnahmen. Des Weiteren lässt sich aus den Protokollen das Verhältnis der Hausgemeinschaft untereinander ablesen.

Augenmerk sollte auch gelegt werden auf die Wahl des Hausverwalters. Er wird von der Hausgemeinschaft für einen Zeitraum von circa drei Jahren gewählt und an ihn wird das Hausgeld gezahlt. Wie gut das Haus mit den Eigentumswohnungen organisiert ist, hängt daher von seiner Tätigkeit ebenfalls ab.

Fazit: Der Kauf einer Eigentumswohnung ist ein komplexer Prozess, der sowohl steuerlich, betriebswirtschaftlich als auch rechtlich gut vorbereitet werden sollte. Der Hausbau und die damit verbundene Baufinanzierung sind allerdings noch komplexer, weshalb in jedem Falle die Beauftragung eines Anwalts/einer Anwältin dringend zu empfehlen ist.

Rechtsanwältin Vera Müller-Lehnert